Get Your Sting and Blackout - Scorpions Rocking Budapest
Budapest [ENA] The Scorpions, Deutsches Hard Rock-Urgestein und lebende Rock 'n Roll-Legende aus dem Niedersächsischen Hannover, derzeit auf Farewell-Tour rund um den Globus, präsentieren sich am 06. Juni, wohl zum letzten Mal, ihren Fans in Budapest. Noch einmal ihr Aufruf: "Get Your Sting and Blackout!"
Seit den frühen 70ern des vergangenen Jahrhunderts, der so genannten Kraut Rock-Ära, gehören Rudolf Schenker (Gitarre) und Klaus Meine (Gesang), seit 1969 gemeinsam, beständig auf dem 'Rock ’n Roll-Highway' unterwegs, zur Creme de la Creme der Deutschen Musikszene. Ansonsten herrschte stets reges Kommen und Gehen im 'Skorpionennest'. Weggefährten waren unter vielen anderen Michael Schenker (Gitarrist und Rudolfs 'kleiner' Bruder) Uli Jon Roth (Gitarre), Ralph Rieckermann (Bass), die Schlagzeuger Herman Rarebell und Curt Cress, die die Scorpions zu dem gemacht haben, was sie heute sind: Synonym für ’Rock Made in Germany’ und Megastars weltweit.
Rock You Like a Hurricane
20:35 Uhr. In der Arena ist es stockdunkel. Lediglich die Bühne ist in fahles weißes Licht getaucht. Die Show beginnt. Schemenhaft erkennt man Drummer James Kottak, der hinter seiner 'Schießbude' Platz nimmt, die, von Trommelwirbeln begleitet, fast bis unter das Hallendach gefahren wird. Oben angekommen, wird's, wie auf Knopfdruck, 'Tag' auf der Bühne. Mit 'Sting In The Tail' eröffnen Klaus und Rudolf, sowie Matthias Jabs (Gitarre) und Pawel Maciwoda (Bass) den Reigen der Evergreens aus dem Scorpions-Rockarchiv, 'angefeuert' von James, der mittlerweile wieder auf den 'Boden der Tatsachen' zurückgekehrt ist. Nach den Hammerhits 'Make It Real' und 'Bad Boys Running Wild' ist die Performance für uns Fotografen erst einmal zu Ende!
No Pain, No Gain
Beim Verlassen der Halle ist ein "Jó estét Budapest!" (Guten Abend) zu vernehmen, mit dem Klaus das bislang eher zurückhaltende Publikum aus dem Häuschen geraten lässt. Danach erklingen, passend zur Situation, zumindest aus Sicht der Presseleute, die ersten Riffs von 'The Zoo'! Bereits im Vorfeld der Veranstaltung ist zu erkennen, dass die Uhren in Ungarn anders ticken, als man es normalerweise gewohnt ist. Einerseits ist alles bis ins kleinste Detail geregelt, zum anderen herrscht totales Chaos. Ohne Ungarische Sprachkenntnisse, bzw. Hilfe freundlicher Polizisten ist es z.B. kaum möglich in Erfahrung zu bringen, wo man seine Akkreditierung erhält, da es keinerlei Hinweise gibt.
Nach knapp einstündiger Odyssee ist das Ziel schließlich erreicht. In den Katakomben der Sportarena werden die begehrten Fotopässe, in Form blauer Papierarmbändchen, von der Managerin der Veranstaltung verteilt. Anschließend folgen einige Verhaltensregeln, die unbedingt einzuhalten sind. Darunter Altbekanntes, wie fotografieren nur ohne Blitz während der ersten drei Songs (kurz zuvor war von zwei Tracks die Rede). Dann, für manch einen ein absolutes Novum: Wer am weiteren Verlauf der Show teilhaben möchte, habe seine Fotoausrüstung in einem zwar bewachten (wer's glaubt wird selig), jedoch nicht abgeschlossenen Raum zu deponieren, obwohl, selbst nach Aussage der Polizei, in Ungarn alles geklaut wird, was nicht einbetoniert ist.
Auf die Frage hin, ob und wie viele Vorgruppen auftreten würden, antwortet die Managerin Frau K. mit einem Schulterzucken: "Nem tudom!" (Ich weiß es nicht!) Gegen 20:10 Uhr geht's dann, im Gänsemarsch, hinein in den Fotografengraben, in dem es von Security Personal nur so wimmelt. Auch hier gibt es keinerlei Informationen hinsichtlich eventueller Support Acts, die bereits stattgefunden haben könnten, denn niemand ist der Deutschen oder Englischen Sprache mächtig. Man hätte ja das Publikum befragen können, doch hin und wieder hat man halt einen 'Blackout' und somit seine Chance vertan.
The Best Is Yet To Come
The Scorpions on stage lassen dann all die kleinen Unannehmlichkeiten vergessen. Brilliante Lichtverhältnisse und die Jungs posieren artig vor den Kameras. Somit ist jeder Schuss ein Treffer. 'Bad Boys Running Wild', diesmal von den Good Guys in einer Extended Version dargeboten, zur Freude der Fotografen, die diese Band, wie's scheint, nicht noch einmal vor die Linse bekommen werden. "Farewell-Tour … hey Scorps, schon mal dran gedacht Euren Plan doch noch zu ändern, schon mal was gehört vom 'Wind Of Change'?"




















































